Welche Zukunft hat die nebenberufliche Landwirtschaft?
Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die nebenberufliche Landwirtschaft kein Auslaufmodell ist. Inzwischen wird eine Vielzahl von Nebenerwerbsbetrieben in der zweiten oder Dritten Generation bewirtschaftet.
Für viele Familien stellt der Nebenerwerb aber auch eine geeignete Form des Einstiegs in die Landwirtschaft dar. Dies zeigte sich vor allem in den neuen Bundesländern, wo seit 1990 eine große Zahl landwirtschaftlicher Betriebe im Nebenerwerb entstanden ist. Um die zahlreichen Unwegsamkeiten der Landwirtschaft besser bestehen zu können ist es oftmals besser, den außerlandwirtschaftlichen Beruf nicht gleich an den Nagel zu hängen. Gelingt der Sprung in die Landwirtschaft – lässt sich der Betrieb weiter ausbauen – dann ist der Weg vom Neben- in den Haupterwerb möglich.
Diesen weg sind viele Familien in den neuen Bundesländern gegangen. Aber auch insgesamt gehen viele Familien jedes Jahr diesen Weg. Der DBN schätzt, dass 20% der Anzahl der Nebenerwerbsbetriebe, die aus der Statistik wegfallen nicht aufgegeben werden, sondern den weg in den Haupterwerb gegangen sind.
Insgesamt sind bundesweit fast 60% aller landwirtschaftlicher Betriebe Nebenerwerbsbetriebe (europaweit knapp über 50%). Dabei wird rund ein Viertel der landwirtschaftlichen Fläche im Nebenerwerb bewirtschaftet.
Der landwirtschaftliche Nebenerwerb stellt damit eine zukunftsfähige und sinnvolle Lebens- und Arbeitsform im ländlichen Raum dar.
